Paula Herzbluth

11707474_205635683134104_7693590355761178100_nHallo Paula, danke, dass du mich hier besuchst. Würdest du dich kurz vorstellen? Wer bist du? Was machst du?

Danke, dass ich mich hier verewigen darf. Neuerdings höre ich auch auf den Namen Paula Herzbluth. Ich bin 33 Jahre, lebe mit meinem Mann und zwei Monstern zwischen der längsten Theke der Welt und dem Ruhrpott.

 

Du wohnst im Rheinland. Wenn du aus dem Küchenfenster schaust, was siehst du?

Eine Monstergrube ;-), Straßenbahn und Bäume

Könntest du uns deinen Arbeitsplatz beschreiben?

Schlicht und funktional. Wenn ich vom Monitor hochblicke, kann ich monstermäßige Bilder sehen.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Durch Zufall. Beim Durchblättern einer Werbezeitschrift fiel mir eine Anzeige ins Auge. Dort wurde nach Autoren und ihren Manuskripten gesucht. Irgendwie fühlte ich mich dadurch angesprochen. Für meinen Kopf war es der Startschuss. Seither fallen mir immer mehr Geschichten und auch neue Welten ein.

Dein erster Liebesroman hieß »Bauprojekt: Liebe«. Ich durfte ihn schon vor dem Erscheinen lesen und fand ihn toll. Erzähl uns ein wenig darüber.

Philip hört zufällig Leas Lachen und kann die dazugehörige Frau nicht mehr vergessen. Wie es das Schicksal – oder auch ich – es wollte, treffen sie sich auf der Arbeit wieder. Sie müssen gemeinsam ein Bauprojekt planen, können ihre Gedanken jedoch kaum bei der Planung belassen. Weitere Zufälle, aber auch Missverständnisse, liegen auf ihrem gemeinsamen Weg.

Wie viel Realität steckt in deinen Büchern? Verarbeitest du gute und schlechte Erlebnisse darin oder alles Fiktion?

Ich denke, dass es eine Mischung aus Allem ist. Wer mich und mein Umfeld persönlich kennt, kann sicherlich auch die eine oder andere Verarbeitung wiedererkennen. Aber grundsätzlich sind die Geschichten nicht autobiographisch.

Wie gehst du mit negativer Kritik, schlechten Rezensionen um?

An manchen Tagen geht es besser, an anderen eben schlechter. Davon ist wohl meine Tagesform abhängig. Aber ich denke, das ist ganz normal. Grundsätzlich bin ich aber ein Mensch, der immer alles über- und auch durchdenkt.

Wie wichtig erachtest du soziale Netzwerke, wie gehst du damit um?

Zu meinem Leidwesen würde ich als Autorin soziale Netzwerke als Grundlegend betrachten. Grundlegend, weil man dadurch viel mehr Menschen erreichen kann, als ich es jemals gedacht hätte. Zu meinem Leidwesen, weil ich einfach nicht gut im Social Media Bereich bin. Meine Stärke liegt eher im persönlichen Kontakt – denke und hoffe ich.

Messen und Conventions – als Dank für Lesertreue oder eher nur Stress? Was bringt es dir persönlich, Kontakt mit deinen Lesern zu haben?

Dazu kann ich noch wenig sagen. Da ich im letzten Jahr meinen ersten Buchmessen-Besuch hatte und als Privatperson unterwegs war. Aber dieses Jahr im Oktober werde ich mehr zu berichten haben 😉

Was hältst du von Aussagen wie »mein Buch ist billiger als dein Kaffee.«?

Die Wahrheit hinter diesen Worten ist erschreckend. Aber was ja eigentlich dahinter steckt, ist die bildliche Verdeutlichung, wie günstig Bücher heutzutage angeboten werden. Jedoch findet der illegale Download trotzdem statt.

Du hast ja selbst Kinder. Was antwortest du, wenn dich ein sechsjähriges Kind fragt, wie denn die Babys entstehen? Und wirst du rot dabei?

Wenn es nicht die eigenen Monster sind, die einen fragen, ist man immer zuerst unsicher, aber rot würde ich nicht werden – denke ich zumindest. Aber ich würde dem wissbegierigen Wesen die Tatsachen erklären. Ich finde da eigentlich nichts Verwerfliches dran. Und Wissen kann nie schaden.

Warst du schon einmal in einen Zickenkrieg verwickelt? Wer hat gewonnen?

Hm … Wahrscheinlich kann ich schon zickig werden. Aber einen richtigen Krieg? Eher Streitereien, die dann aber zickig 😉

Wie würdest du deine Freizeit am liebsten verbringen und wie sieht es in der Realität aus?

Am liebsten verbringe ich die Zeit mit einem Buch in der Hand und viel Ruhe. Die Realität ist jedoch eher von Hektik und klebrigen Kinderhänden geprägt.

Welche Orte möchtest du noch bereisen?

Es sind so viele Orte, die zum richtigen Zeitpunkt bereist werden wollen. Japan zur Kirschblüte oder Kanada zum Indian Summer, stehen dabei aber ganz weit oben.

Welche 3 Dinge würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen wollen?

Dinge, nicht Personen? Na gut: Ein Foto meiner Familie, eine große Bücherei – samt Inhalt –… Wahrscheinlich sollte jetzt noch etwas Praktisches zum Überleben eingepackt werden. Aber wer mag schon Pragmatismus bei so einer Frage hören? Dann würde ich wohl noch ein unendlich großes Nutella-Glas mitnehmen.

Die Leser interessiert sicher, wann dein nächstes Buch erscheint. Magst du uns schon verraten, wie es heißen wird und was den Leser erwartet?

Puh. Das Buch ist für August 2016 angesetzt. Ehrlich gesagt, liegt mir das Buch besonders am Herzen. Eine Geschichte, die einfach erzählt werden wollte.

UnverwechselBar: Liebe

Und ich bin immer noch ziemlich verliebt. In Buch, Titel und auch ein wenig in den Protagonisten – aber Pssst!

Möchtest du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben? Gibt es etwas, das du noch loswerden möchtest?

Schreibt bitte Rezensionen. Sie helfen uns Autoren wahnsinnig. Nur durch Kritik können wir wachsen und weiterkommen. Und euch wollen wir mit unseren Geschichten schließlich erreichen. Ohne Euch wären unsere Bücher nur leere Sätze, aneinandergereihte Wörter und Buchstaben. Ihr gebt unseren Erzählungen erst den Inhalt!

Welche Frage soll ich der nächsten Person stellen und warum?

Hörst Du Musik zum Schreiben? Wenn ja, welche?
Ich brauche Musik. Musik formt die Bilder in meinem Kopf erst so richtig aus. Bei mir werden die Lieder zu den Szenen ausgesucht.

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