Leseprobe

Stonebound“ kam im März 2015 raus und war der Auftakt einer aufregenden Fantasy-Reihe.

An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich dieses Buch verschlungen habe, so fasziniert war ich von der Geschichte. Auch Teil 2, der im September 2016 erschien, habe ich inhaliert.

 

Klappentext

VERSUCHT. VERFÜHRT. VERRATEN

Kann Elba sich selbst befreien,
bevor es zu spät ist?

Es ist wie ein Blitz, der einschlägt.
Seit dem Moment als Elba Tristan das erste Mal sieht, fühlt sie sich magisch angezogen von ihm. Kein Wunder: Er ist aufregend impulsiv, einfach überirdisch sexy und gerade so zynisch, dass er unheimlich interessant wirkt.
Doch dann lernt Elba seinen unnahbaren und respekteinflößenden Freund Aris kennen und zu ihrer großen Verwirrung fühlt sie sich ihm auf eine ganz besondere Art verbunden.
Aber weshalb drängt Tristan seinen Freund dazu, eine Beziehung mit ihr zu beginnen, obwohl er anscheinend selbst Gefühle für sie hegt?
Und was hat es mit diesen mysteriösen Steinen auf sich, die sie in dem alten Anwesen ihrer Tante findet?
Als Elba auf ein furchteinflößendes Familiengeheimnis stößt, entspinnt sich ein Intrigenspiel um Liebe, Sex, Macht, Blutgier und das blanke Überleben.
Es beginnt eine abenteuerlich gefährliche Jagd, bei der niemand dem anderen vertrauen kann und
nichts ist, wie es scheint.

 

Auszug aus Band 1 der „Stonebound“-Reihe

»Elba!«
Die Stimme der Großmutter hallte durchs Haus. Melodisch und warm. Als würde sie singen.
»Elba, Kind, komm zu uns herunter!«
Erleichterung strömte durch Elbas Herz, als sie die Stufen hinabstieg. Das vertraute Knarren von Holz unter ihren Füßen. Der herrliche Duft nach frischem Brot. Sofort war alle Wehmut verflogen, und ein Gefühl der Geborgenheit umhüllte sie.
In der Küche stand die Großmutter vor dem Ofen, das er-graute Haar zu einem lockeren Knoten gebunden, eine Kochschürze über dem Kleid. Kaffeearoma erfüllte die Luft. Der Tisch war hübsch gedeckt. Schlicht. Mit Wiesenblumen und altem Geschirr. Silbernes Besteck umrahmte die zarten Porzellanteller auf der handbestickten Tischdecke. Inmitten filigraner Tassen stand eine Vase mit weißen Margeriten und rotem Mohn.
Elba ging am Tisch vorbei zu ihrer Großmutter.
»Guten Morgen, mein Schatz.« Sanft legte die alte Dame ihre weiche Hand an Elbas Wange, lächelte und strich ihr über das lange braune Haar. »Dein Kaffee steht auf dem Tisch, schwarz, mit Zucker.«
Wie jeden Morgen.
Durch das kleine Fenster der Küche erhellte die strahlende Morgensonne den Raum. Draußen auf der hügeligen Wiese wiegten sich die Blumen in der leichten Morgenbrise. Noch war es still. Der Tag hatte gerade erst begonnen.
Und es würde ein ganz fantastischer Tag werden. Für den Abend hatten sie eine Party geplant. Sie – Elba Teofinsen – und ihre Freunde. Sie wollten feiern, dass ein neuer Lebensabschnitt begann und ein alter nun vorüber war. Die neu gewonnene Freiheit nach dem Schulabschluss, den ruckartigen Sprung, mit dem sie jetzt ganz eigenverantwortlich handelten, und die neuen Pflichten und Rechte, die mit der Volljährigkeit, dem Erwachsensein und dem lang ersehnten Ende der Kindheit verbunden waren. Da traf es sich geradezu perfekt, dass heute der Sonnwendtag anstand. Welch ein Symbol für ihre ganz persönliche Wende! Sofort waren sie sich einig gewesen, dass es gar keinen besseren Zeitpunkt für ihr Vorhaben geben konnte.
Gut gelaunt lächelte Elba die Großmutter an und trat zum Frühstückstisch. Ihr kastanienfarbenes Haar schimmerte in der Sonne. Als sie sich auf ihren Platz setzte, kam der Großvater herein. In einer Hand hielt er die zusammengefaltete Tageszeitung, die er eben hereingeholt hatte. Mit freundlichen grauen Augen spähte er spitzbübisch über die Gläser seiner Lesebrille hinweg, als er Elba anlächelte.
Unwillkürlich lächelte sie zurück. »Guten Morgen.«
Sie hatten einander immer schon ohne viele Worte verstanden. Mit einem fröhlichen »Guten Morgen« zwinkerte er ihr zu und ging zur Großmutter, um ihr ein Küsschen auf die Stirn zu hauchen. Dann setzten sich die beiden zu Elba an den Tisch.
Gedankenverloren nippte sie an ihrem Kaffee. Es gab keinen Grund, sich zu sorgen oder zu ängstigen. Alles nahm seinen gewohnten Lauf. Der Großvater las in der Zeitung, die Großmutter schmierte Brötchen, und sie selbst wartete darauf, dass das Koffein ihren Körper auf Trab brachte.
Für eine Weile aßen sie schweigend. Schließlich faltete der Großvater die Zeitung zusammen und legte sie neben sich auf den Tisch. Elba kam es so vor, als beobachtete er seine Frau schon eine ganze Zeit lang, auch jetzt wandte er den Blick nicht von ihr ab. Sein Gesichtsausdruck war mild und dennoch ernst. Als wäre er drauf und dran, ein Thema anzuschneiden, das ihm schwer im Magen lag.
War etwas nicht in Ordnung? Wich die Großmutter seinen Blicken aus? – Aber das musste sie nicht verstehen, dachte Elba. Alles war gut. Wie immer. Sie schaute in ihre Tasse. Noch zwei Schlucke, dann würde das weiße Porzellan unter der braunen Brühe zu sehen sein.
»Wir müssen es ihr sagen.« Der Großvater sprach bedacht und ruhig und ließ seine Frau dabei keinen Moment aus den Augen. »Helene, sie muss es erfahren.«
Also doch! Elba sah auf.
Erst jetzt erwiderte die Großmutter seinen Blick. »Ed …«, flüsterte sie eindringlich. Ein Schatten huschte über ihr Gesicht. War es Besorgnis? Angst?
Aber Edwin ignorierte ihren Versuch, das Gespräch abzuwenden. Stattdessen blickte er Elba nun direkt an.
»Meine Kleine, es ist so …«, begann er zögerlich.
Elba richtete sich auf und holte tief Luft. Aus dem Augen-winkel nahm sie das Gesicht der Großmutter neben sich wahr. Wüsste sie es nicht besser, sie hätte schwören können, dass tat-sächlich ein Ausdruck der Beunruhigung darauf lag. Aber das konnte nicht sein! Ihre Großmutter war stets voller Gleichmut. Stark und ausgeglichen. Jede schlechte Nachricht nahm sie mit Ruhe auf, jedem noch so schlimmen Ereignis vermochte sie etwas Positives abzugewinnen.
»Elba.« Die Stimme des Großvaters klang jetzt entschlossen. »Es ist so, dass unsere Mathilda, deine Tante Mattie, krank ist. Schwer krank, um ehrlich zu sein.«
Elba saß reglos da. Sie sah ihrem Großvater nur ins Gesicht und versuchte, in seinen Augen zu lesen.
Tante Mattie war also krank. Sie kannte die Tante eigentlich kaum. Natürlich war sie als kleines Kind einige Male bei ihr zu Besuch gewesen und hatte in dem großen alten Haus gespielt. In ihrer Erinnerung erschien es ihr ein wenig düster. Ja, fast schon geheimnisvoll, auch wenn wohl immer die Sonne geschienen hatte in diesen Sommermonaten in ihrer Kindheit.
An den großen Garten vor dem Haus hatte sie die wunder-barsten Erinnerungen. Zusammen mit Christian, einem gold-blonden Jungen aus der Nachbarschaft, war sie zwischen den riesigen Bäumen hindurchgehuscht, hatte Verstecken gespielt oder Fangen und die fantastischsten Abenteuer erlebt. So unbeschwert und leicht waren die Gedanken an diese Zeit, dass sie sich darin verlor. Die Worte des Großvaters verblassten …
Einmal hatte Christian ihr eine Krone aus Blättern gebastelt. Er hatte ihre Hand gehalten und sie zur Königin des Eichenreichs erklärt. Schon damals, als kleines Mädchen, hatte sie seine Gefühle in den fröhlichen Augen erkannt: Er war verliebt in sie. Es war ganz natürlich gewesen, ein wunderschönes Königspaar hatten sie abgegeben: Er mit seinem strohblonden Haar, den tiefgrün leuchtenden Augen und dem hellen Teint, und sie, die Dunkelhaarige mit hellbraunen Augen und sanft geschwungenen roten Lippen. Wie im Märchen.
Doch rückblickend hatte Elba schon oft überlegt, wie es so et-was überhaupt hatte geben können. Wie war es möglich gewesen, bereits in jüngster Kindheit solch große Gefühle zu entwickeln, wenngleich sie sich doch von den heutigen unterschieden? Sie waren viel ehrlicher, selbstverständlicher und ohne jeglichen Schmerz gewesen – gut und rein, und vor allem eines: einfach …
Sie versuchte, sich wieder auf das Gesicht des Großvaters zu konzentrieren. Seine Lippen bewegten sich, aber sie hatte kein einziges Wort verstanden, seit sie in ihre Vergangenheit abgetaucht war.
Ein wenig schämte sie sich jetzt, dass sie ihm nicht zugehört hatte. Es schien ihm wirklich wichtig zu sein. Auch wenn es ihr selbst nicht besonders naheging, dass die alte Tante krank war, so erkannte sie doch den müden Schmerz in den Augen ihres Gegenübers. Und ein wacheres Gefühl: Besorgnis.
Dennoch begriff sie nicht ganz, weshalb er so behutsam mit ihr sprach. Und warum war die Großmutter deshalb so aufgewühlt?
»Elba? Kind!« Der Großvater berührte ihren Arm. Wie benommen blickte sie auf seine Hand.
»Für uns war es auch ein Schock«, fügte er hinzu und sah hilfesuchend zu seiner Frau.
Es war ihm also nicht aufgefallen, dass Elba gar nichts mitbekommen hatte – dass sie abgedriftet war.
»Was hat Tante Mattie?«, fragte sie schließlich und hoffte, dass er die Erklärung nicht bereits gegeben hatte.
»Nun ja, wie gesagt, sie ist alt. Sie –«
»Ihre Lebensenergie scheint verbraucht zu sein, mein Schatz«, unterbrach ihn die Großmutter.
Sie stirbt also, dachte Elba. Eine Verwandte liegt im Sterben, und mich berührt das in keiner Weise. Die Schwester meines Großvaters, den ich über alles liebe, stirbt. Und ich fühle nichts. Kein bisschen. Was stimmt denn nicht mit mir?
»Verstehst du, Elba?«, hakte die Großmutter nach.
»Ich denke schon«, erwiderte sie leise und wich ihrem Blick aus. Die Großmutter würde sich nicht täuschen lassen. Die beiden waren so bedacht darauf gewesen, ihr diese Nachricht schonend beizubringen. Elba fühlte sich schuldig. Arme Großeltern. Stets nahmen sie nur das Beste von ihr an.
»Wir müssen zu ihr fahren, Elba. Heute noch. Nach Lebstein«, hörte sie die Stimme des Großvaters.
Noch immer saß sie wie abwesend auf dem Stuhl. Ihr Blick glitt über den Frühstückstisch, während sie in sich hinein-horchte, auf der Suche nach einer ähnlichen Betroffenheit wie der ihrer Großeltern. Erst als sie aufsah, dämmerte ihr, was ihr Großvater da gerade gesagt hatte: Auch sie würde fahren! Die beiden wollten, dass sie mitkam. Ans Sterbebett von Tante Mattie. In das Haus aus ihrer Erinnerung. An diesen geheimnisvollen Ort. Nach Lebstein.

 

Wollen wir mal sehen, was die Leser zu diesem Buch bisher meinten

Stimme 1: “ Das Buch hat mir eine komplette Nacht Schlaf gekostet ; )“

Stimme 2: „Es war Actionreich, humorvoll und so intensiv !“

Stimme 3: „Die Spannung und Handlung hat mich schon ab dem Moment ins Buch gezogen …“

 

 

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