Passione d’amore – Vincenzo & Teresa

Hier ist nun der vorerst letzte Teil der Aurora Valley Reihe aus der Feder von Mara Miditello. In diesem Teil geht es um Vincenzo, der sich auf Aurora Valley um die Pferde kümmert. Teresa ist seine Jugendliebe, die ihn damals von heute auf morgen verlassen und einen anderen Mann geheiratet hatte. Eine Antwort auf seine Frage nach dem Warum hatte er bis zu ihrem unerwarteten Wiedersehen nicht. Doch wie wird es zwischen ihnen sein. Kann Vincenzo über seinen Schatten springen?

Dieses Buch ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen bereits erschienen Büchern gelesen werden. Achtung: Das Buch ist ein Erotikroman, der explizite Sexszenen enthält.

Vincenzo u. TeresaLeseprobe

Kapitel 1

Wenn es nach Vincenzo ging, dann würde er für immer hierbleiben. Denn hier gab es alles, was er brauchte. Frische Luft. Immer genug zu essen. Und seine geliebten Pferde. Er und Luca passten als Freunde perfekt zusammen. Luca kochte und er aß.
Nachdenklich blickte er in die Ferne. Es stimmte nicht ganz. Nicht alles war hier, was er brauchte. Die Frau, die er damals und noch heute liebte und für die sein Herz schlug, war nicht hier.
Sie hatte sich gegen ihn entschieden und lebte nun glücklich verheiratet irgendwo in Italien. Seit damals hatte er sie nicht mehr gesehen, seit sie ihm gesagt hatte, dass es vorbei war. Dass sie ihn nicht mehr liebte. Dass sie einen anderen heiraten würde.
Kopfschüttelnd versuchte er diese dunklen Gedanken, zu vertreiben. Zu groß war der Schmerz; immer noch. Über sie würde er niemals hinwegkommen. Dafür hatte er zuviel gegeben. Seinen Körper. Seine Liebe. Seine Seele. Und sie hatte alles mitgenommen.
Heute würde Isabellas Freundin kommen. Sie war vollkommen aus dem Häuschen. Alles sollte perfekt sein, hatte sie gesagt. Lächelnd schaute er zum Haus, aus dem merkwürdige Geräusche kamen. Sicherlich stellten sie wegen ihrer Freundin das Haus auf den Kopf.
Vincenzo legte die Bürste, mit der er Golden Boy zuvor gestriegelt hatte, zur Seite und befestigte den Sattel, den er aus dem Schuppen geholt hatte. Die Frauen des Hauses führten sich auf, als würde der Papst persönlich vorbeikommen, deshalb ritt er lieber auf seinem Lieblingspferd aus.
Doch bevor er sich auf das schöne Tier setzte, gab er Golden Boy einen Kuss und streichelte seinen Hals. Es war ein Ritual, das er jedes Mal tat, bevor er ausritt. Mit Schwung setzte er sich auf das Pferd und schon wehte der Wind durch sein Haar. Das war die einzige Zeit, in der er sich wirklich frei fühlte. Frei von Gefühlen. Frei von Gedanken.
Denn es verging kein Tag, an dem er nicht an sie dachte. An die Frau, die er geliebt hatte und für die er immer noch Gefühle hegte. Doch sie hatte sich gegen ihn entschieden. Hatte ihn ohne einen Grund verlassen. Sein Herz schmerzte. Doch heute wollte er einmal nicht an sie denken. Nichts von dem Fühlen, was ihn seit Jahren verfolgte. Er musste sie endlich aus seinem Kopf und aus seinem Herzen verbannen.
Vincenzos Handy vibrierte in seiner Hose. Durch einen leisen Ton brachte er das Pferd dazu, langsamer zu werden. Er schaute auf das Display. Isabella.
Seitdem sie wusste, dass ihre Freundin hierherkommen würde, war sie vollkommen aus dem Häuschen. Was er allerdings gut hieß, denn nach allem, was sie durchmachen musste, hatte sie ein wenig Abwechslung verdient. Auch wenn Luca eigentlich genug Abwechslung zu bieten hatte.
Sie ermahnte ihn via Handynachricht, ja nicht zu vergessen, dass ihre Freundin heute ankam. Seitdem sie in festen Händen war, hatte sie eine Wandlung gemacht. Nicht nur, dass sie wesentliche offener war als zuvor. Auch, dass sie sich traute ihren Kleidungsstil zu ändern und man nun ihre Narben sehen konnte. Zu Beginn war es für alle ein Mahnmal. Doch mittlerweile hatten sich alle hier daran gewöhnt, ihn eingeschlossen. Er bewunderte ihren Mut, mit dem sie die Verletzungen aus ihrer Kindheit trug.
Da er noch ein wenig Zeit hatte, ritt er weiter und genoss das Gefühl der Freiheit. Sicherlich würde Isabella die nächsten Wochen sein ständiger Begleiter werden, wenn er das Kind ihrer Freundin mit auf sein Pferd nahm. Sie würde jeden Schritt unter die Lupe nehmen und sich versichern, dass er auch wirklich alles richtig machte. Aber selbst dieser Gedanke rang ihm ein Lächeln ab. Für sie würde er das tun.
Allmählich wurde es Zeit, das Pferd auf die Koppel zu bringen, damit es für die Kinder vorbereitet werden konnte. Danach wollte er noch frühstücken, bevor Isabella ihn hin und her scheuchen würde.
Sie hielt alle auf Trab, was sein Gutes hatte, denn so konnte Giana sich voll und ganz auf ihre eigenen Kinder konzentrieren. Antonio war ihr dafür, mehr als nur dankbar. Als er fast an der Koppel war, sah er Luca am Zaun stehen. Er stieg ab und lief zu ihm.
»Brauchst du schon jetzt eine Pause von deiner Freundin«, ärgerte er ihn.
»Du musst sie sehen. Sie läuft durchs Haus, als wäre sie von einer Hornisse gestochen worden. Alles muss sauber sein. Dabei liegt nicht einmal ein Staubkörnchen rum, weil sie die letzte Woche nichts anderes getan hat, als zu putzen.«
»Lass ihr den Spaß. Sie freut sich, ihre alte Studienfreundin wieder zu sehen.«
»Ja. Nur befürchte ich, werde ich nicht viel von ihr in den nächsten vier Wochen haben.«
»Leidest du etwa schon jetzt unter Entzug? Ihr werdet euch doch garantiert, das Hirn frei gevögelt haben, in den letzten Nächten. Wenn man nach den Geräuschen aus eurem Zimmer geht.«
»Spricht da der Neid aus dir?«

 

Leserstimmen:

„Diese Geschichte ist eine sehr rührende und emotionale Story, die mich stückweise sogar zu Tränen rührte.“

„Wieder einmal hat mich Mara Sprachlos zurück gelassen. Kaum habe ich den ersten Satz gelesen war ich tief in der Geschichte versunken,als wäre ich live dabei, und das schafft nicht jeder Autor.“

„Der prickelnde Ü18 Erotik-Roman ist gut und flüssig geschrieben. Ob der Leser die kurz geschilderten Sex-Spiele mag muss jeder selbst entscheiden.“

 

Dir hat die Leseprobe gefallen und die Stimmer der Leser überzeugt? Wenn du auf das Cover klickst, wirst du direkt zu Amazon weitergeleitet. Aktuell ist dieses Buch noch für 99 Cent erhältlich.