„Em Evol“

Klappentext

1933 ist kein gutes Jahr, um geboren zu werden, aber das weiß Rosalind Coleman damals noch nicht. Mitten in der Großen Depression, die den Agrarstaat Indiana beutelt, wächst sie in einem nicht besonders liebevollen Elternhaus auf. Ihr einziger Lichtblick ist William King, der Ehemann ihrer Schwester.

Weil sie weiß, dass es keine Chance auf diese Liebe gibt, tut sie alles dafür, ihren eigenen Weg zu finden, auch wenn dieser für ein Mädchen dieser Zeit vorbestimmt scheint. Entgegen aller Konventionen schafft sie es, die Highschool zu beenden und aufs College zu gehen. Als sie glaubt, endlich glücklich werden zu können, holt sie die Vergangenheit wieder ein.

Em Evol ist eine Geschichte über die Liebe in all ihren Facetten, das Erwachsenwerden und die Frage, wer das Schiff namens Leben eigentlich steuert.

Cover

Ich finde das Cover sehr gelungen. Die Farben sind sehr gut auf einander abgestimmt. Als Erstes sticht dem Leser das Foto einer jungen Frau ins Auge, das an einem leeren Notizbuch heftet. Nichts deutet auf den Inhalt der Geschichte hin.

Inhalt

Rosalind, die von allen nur Rosie genannt wird, ist gerade 9 Jahre alt, als sie sich in den Freund ihrer ältesten Schwester verguckt. Als sie dann auch noch heiraten, versagt sie sich an William zu denken. Doch so ganz kann sie ihn nicht vergessen. Sie schreibt ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch nieder. Er ist inzwischen in Europa und ist bei der Landung in der Normandie im Einsatz. Rosies Familie versucht, sie aus allen Kriegsnachrichten herauszuhalten. Als William aus dem Krieg zurückkehrt, ist er verändert. Niemand in der Familie Coleman scheint davon Notiz zu nehmen, bis auf Rosalind.
Je älter Rosie wird, desto schwerer fällt es ihr, sich die Gefühle für William zu versagen. Als ihre Eltern ihr den Collegebesuch verbieten, bricht für sie eine weitere Welt zusammen. Eine unerwartete Begegnung zwingt sie schließlich zur Flucht nach San Francisco zu ihrer Tante. Dort wird aus dem naiven Mädchen eine Frau, die endlich ihren eigenen Weg gehen kann, auch wenn der Anfang schwer ist.

Fazit

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen, was jedoch keinerlei Einfluss auf meine Meinung hatte.

Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten, mit der Geschichte warm zu werden. Je weiter ich fortschritt, desto mehr fesselte mich das Buch.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Auch sind die schwierigen Verhältnisse sehr gut dargestellt. Als Leser hat man das Gefühl direkt in die Zeit einzutauchen. Dadurch erfährt der Leser, wie schwer es Frauen damals hatten, sich zu bilden. Zusätzlich wird klar erkennbar, welche Rolle der verheirateten Frau zugesprochen wird, die da heißt: Hausfrau und Mutter.
Rosie ist zu Beginn ein Kind, das den Leser am Erwachsenwerden teilhaben lässt. So erfährt man, mit welchen Schwierigkeiten man zu der damaligen Zeit zu kämpfen hatte. Obwohl sie anders ist als ihre Geschwister, so sehen die Lehrer ihren Wissensdurst.
William kommt als traumatisierter Mann aus dem Krieg zurück. Ihm fällt es schwer, einen Weg zurück in sein Leben vor dem Krieg zu finden. Die Ehe wird mehr und mehr zu einem Gefängnis. Lediglich Rosie scheint ihn zu verstehen. Je älter sie wird, desto schwerer fällt es William, sie mit anderen Augen zu sehen.

Eine Geschichte, die kein Auge beim Leser trocken lassen wird. Sie ist tiefgründig, sehr nah an der Realität und emotional mitreißend. Anne Steen ist es mit „Em Evol“ gelungen, den Leser mitzunehmen auf eine Reise in eine andere Zeit. Ich bin gespannt, ob es ein weiteres Buch in dem Genre geben wird.

Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

Wer sich auf eine interessante Zeitreise begeben möchte, gelangt hier direkt zum Shop.


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